2009 Il Caberlot MAGNUM
Il Carnasciale
2009 Il Caberlot MAGNUM
289,00 €
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Ikone der Toscana im Magnumformat
Der 2009 Il Caberlot Magnum von Il Carnasciale zählt zu den gesuchtesten Rotweinen der Toscana. Aus der raren Rebsorte Caberlot erzeugt und als Toscana IGT klassifiziert, verbindet dieser Premiumwein Herkunftscharakter mit beeindruckender Eleganz. In der Magnumflasche reift der Wein besonders harmonisch und verspricht ein ausserordentliches Entwicklungspotential bis weit über 2029 hinaus.
Charakter und Stil des Jahrgangs 2009
Im Glas zeigt der 2009er ein dichtes Rubin mit leichten Reifereflexen. In der Nase verdichten sich dunkle Beeren, Sauerkirsche und Pflaume mit fein verwobenen Aromen von edlem Holz, Tabak, Zedernholz und einem Hauch Kakao. Am Gaumen wirkt der Wein kraftvoll und zugleich seidig, mit saftigem, trockenem Geschmack, getragen von reifer Frucht, feiner Würze und subtiler Mineralik.
Die Tannine sind reif und engmaschig, geben dem Wein Struktur und Länge, ohne zu dominieren. Die gut eingebundene Säure sorgt für Frische und Spannkraft. Das Finale ist lang, vielschichtig und hallt mit dunkler Frucht, feinen Röstaromen und würzigen Akzenten nach.
Ausbau im Barriquefass
Der Ausbau im Barriquefass verleiht dem Il Caberlot zusätzliche Komplexität und Tiefe. Die Holzreife zeigt sich in Anklängen von Vanille, Kaffee, feiner Schokolade und rauchigen Aromen, die sich harmonisch mit der Frucht verbinden. Nichts wirkt aufgesetzt, alles ist sorgfältig ausbalanciert und auf Langlebigkeit angelegt.
Trinkreife und Servierempfehlung
Der 2009 Il Caberlot Magnum präsentiert sich heute schon eindrucksvoll, zeigt jedoch deutlich sein weiteres Reifepotential. Kenner schätzen ihn besonders in den kommenden Jahren, wenn sich seine komplexen Aromen noch feiner verzahnen. Ideal serviert wird er bei 14 bis 18 Grad Celsius in grossen Burgunderkelchen. Eine Karaffierung vor dem Genuss empfiehlt sich, um die komplette Aromatik zur Geltung zu bringen.
Foodpairing
Dieser grosse Rotwein ist ein idealer Begleiter zu geschmortem Rind, Lamm, edlen Wildgerichten, Steinpilzrisotto oder reifem Hartkäse. Seine Struktur und Tiefe erlauben ebenso den genussvollen Solotrunk, etwa zum Ausklang eines Menüs oder in ruhiger Runde, in der der Wein im Mittelpunkt steht.
Für Sammler und Geniesser
Als ausgezeichnetes Gewächs mit hoher Bewertung durch Antonio Galloni und Vinous hat sich der Il Caberlot längst den Status einer Ikone erarbeitet. Die seltene Magnumflasche macht diesen 2009er besonders attraktiv für Sammler, bietet aber auch genussorientierten Weinfreunden ein aussergewöhnliches Erlebnis. Wer die Faszination der Toscana in konzentrierter, eleganter Form sucht, findet in diesem Wein eine herausragende Wahl.
Verkostungsnotiz
Antonio Galloni, Vinous, August 2013: „The 2009 Il Caberlot has developed beautifully since I last tasted it. Dark red cherries, dark raspberries, rose petals, mint and licorice all explode from the glass. Rich, vibrant and beautifully alive, the 2009 impresses for its superb balance and class. This is a stunning wine that brings together the intensely savory personality of the Cabernet Franc/Merlot hybrid allied to the voluptuousness of the warm vintage. Today, the 2009 comes across as fresher and more vibrant than the 2011s. Any way you look at it, the 2009 is a stunning Caberlot.“
Produktinformationen "2009 Il Caberlot MAGNUM"
| Erzeugnis aus: | Italien |
|---|---|
| Region: | Toscana |
| Jahrgang: | 2009 |
| Wein: | Rotwein |
| Rebsorte: | Caberlot |
| Geschmack: | trocken |
| Qualität: | Toscana IGT, Premiumwein |
| Auszeichnungen: | Antonio Galloni Vinous |
| Ausbauart: | Barriquefaß |
| Trinktemperatur in °C: | 14 - 18 |
| Trinkempfehlung: | 2029+ |
| Alkohol in %: | 13.5 |
| Verschluß: | Naturkork |
| Allergene: | Enthält Sulfite |
Als die Podere Il Carnasciale im Jahr 1972 von Bettina und Wolf Rogosky gekauft wurde, gab es weder Strom noch Wasser. Bis das Weingut an die Versorgungsleitungen angeschlossen werden konnte, wechselte nicht nur viel Geld das Konto, sondern es sollte auch Jahre dauern, bis diese Arbeiten erledigt waren.
Das Weingut liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Florenz beim Weiler Mercatale Valdorno im Herzen der DOC Chianti. Arezzo und Siena sind 40 bzw. 30 Kilometer entfernt. Weinbau gibt es in der sanft gewellten Landschaft seit Urzeiten, bereits in der Antike wurde hier intensiv Landwirtschaft betrieben.
Bitte beachten Sie auch die Auswahl an reiferen Jahrgängen in unserem Raritätenshop.
Im Jahr 1986 gab es die Genehmigung, Reben zu pflanzen und die ersten jungen Reben Caberlot bezogen ihr Quartier auf Carniscale, 3200 Stück auf 0,3 Hektar. Die jungen Reben wurden mühsam von Hand bewässert und stehen seitdem auf einem Untergrund aus Kalkstein und Ton, aufliegend auf massivem Sandstein in südöstlicher Ausrichtung.
Nach längerer Pause gab es im Jahr 1999 und 2004 mit den Parzellen Selva und Vincaïe zwei neue Weinberge. Die 0,8 Hektar große Parzelle Selva hat Lößböden, im Vincaïe (1 Hektar) gibt es Muschelkalk, gemischt mit Sand und Ton. Ebenso in der 2011 angelegten Parzelle Perelli, die 0,9 Hektar Reben sind ebenfalls nach Südwesten ausgerichtet.
Die 1,5 Hektar große Parzelle Le Volpaie wurde im Jahr 2013 neu gesetzt, hier stehen die Reben auf Lößböden in nordöstlicher Richtung.
Diese fünf Climats wurden ausschließlich mit Caberlot bepflanzt, dies sehr dicht mit bis zu 10000 Stöcken je Hektar. Etwa 2010 wurde eine kleine Fläche mit Sangiovese neu bepflanzt.
Die Rebsorte Caberlot entdeckte Anfang der sechziger Jahre der Agronom Remigio Bordini in einem alten Weinberg in der Nähe von Padua, die Rebsorte ist sehr wahrscheinlich eine natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc mit Merlot.
Versuche, die Rebsorte neu zu kreuzen, schlugen bis heute fehl. Wolf Rogosky kaufte alle verfügbaren Setzlinge unter der Bedingung, daß nur die Podere Il Carnasciale den Caberlot anbauen dürfe. Die Rogoskys hatten die Idee, daraus einen Wein von einzigartigem Charakter zu produzieren und ihn ausschließlich in Magnumflaschen abzufüllen.
Der Erste Jahrgang war 1988, 300 Magnumflaschen konnten gefüllt werden. Die Maische wurde seinerzeit mit den Füssen getreten, es gab nur wenig technisches Gerät. Das Etikett ist bewußt schlicht gehalten, ein schwarzes Kreuz vor farbigem Untergrund, je dichter der Wein, desto dicker der Strich. Der farbige Hintergrund ist in jedem Jahrgang anders.
Das nicht nur auf den ersten Blick gemächliche Tempo bei der Entwicklung des Weingutes hat einen einfachen Grund. Es war in den ersten Jahren ab Kauf nicht der Lebensmittelpunkt der Familie. Wolf Rogosky war Creative Director einer Werbefirma („Ich trinke Jägermeister, weil…“), die Familie lebte in New York und Paris, bevor sie in der Toskana Wurzeln schlug.
1996 starb Wolf Rogosky und Bettina übernahm die alleinige Verantwortung. Zufällig lernte sie Peter Schilling kennen, der begnadete Önologe und Kellermeister kennt die besten Weingüter weltweit und nach einer Probe des Il Caberlot erkannte er sofort das große Potential des Weingutes. Er setzte sich für ein kontinuierliche Steigerung der Qualität und Vergrößerung der Rebfläche ein, aus 300 Flaschen wurden im Lauf der Jahre 3500 und damit dürfte das Maximum erreicht sein. Mit knapp fünf Hektar Rebfläche ist es ein sehr kleines Weingut, das gut von dem kleinen Team bewirtschaftet werden kann.
Die Podere Il Carnasciale ist ein Familienbetrieb, der von Bettina Rogosky, ihrem Sohn Moritz und dessen Tochter Carla-Elle geleitet wird. Der junge Önologen Marco Maffei geht Peter Schilling zur Hand, der Kellermeister des kleinen, feinen Betriebes und springt überall ein, wo es notwendig ist.
Vom Caberlot werden jährlich etwa 3500 Magnumflaschen gefüllt, einige wenige 750 ml Flaschen sowie etwa 8000 Flaschen Carnasciale. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es noch den Ottantadue, einen sortenreiner Rotwein aus 100% Sangiovese.
Auf Il Carnasciale wird sehr viel von Hand gearbeitet, dies betont sorgfältig, detailversessen und präzise. Alle Arbeiten im Weinberg entsprechen denen der ökologischen Landwirtschaft, die Böden werden nur minimal bearbeitet.
Die Lese beginnt bei optimaler phenolischer Reife der Trauben, selbstverständlich von Hand. Bereits hier wird sorgfältig ausgewählt, was nicht schmeckt, kommt nicht in die Kelter. Die Erträge bleiben unter 25 Hektoliter pro Hektar, angesichts der Pflanzdichte ist dies sehr wenig. Die Trauben werden stets vollständig entrappt, die Maische vergärt in kleinen Edelstahlcuven bei maximal 28°C. Zweimal am Tag wird der Tresterhut sanft von Hand untergetaucht.
Im Keller wird, wie im Weinberg, so wenig wie möglich eingegriffen. Durch die minimal invasive Önologie kommt die Charakteristik der verschiedenen Weinberge, Böden und Jahrgänge besonders gut zu Geltung. Nach Abschluß der Gärung und der malolaktischen Fermentation im Faß folgt der 18-monatige Ausbau in Barriques aus französischer Eiche, je nach Jahrgang werden 60% bis 80% der Fässer erneuert.
Jedes Faß wird blind verkostet, danach folgt die Entscheidung ob der Wein für den Il Caberlot oder den Carnasciale verwendet wird.
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