2014 Il Caberlot MAGNUM
Il Carnasciale
2014 Il Caberlot MAGNUM
240,00 €
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Ikone aus der Toscana in rarer Magnumabfüllung
Der 2014 Il Caberlot Magnum von Il Carnasciale zählt zu den grossen Raritäten der Toscana. Aus der exklusiven Rebsorte Caberlot gekeltert, vereint dieser trockene Rotwein die Tiefe eines klassischen Gewächses mit der Eleganz eines modernen Premiumweines. In der grossen Flasche reift er besonders harmonisch und verspricht ein aussergewöhnliches Genussfenster bis weit über 2030 hinaus.
Charakter und Aromenvielfalt
Im Glas zeigt der Il Caberlot eine dunkle rubinrote Farbe mit dichter Anmutung. Die Aromen erinnern an reife dunkle Beeren, Sauerkirschen und feine Kräuter, begleitet von Anklängen an Zedernholz, Tabak und zarte Gewürze aus dem Barriquefass. Am Gaumen wirkt der Wein zugleich kraftvoll und geschliffen, mit präsenten, doch seidig eingebundenen Tanninen und einer lebendigen Struktur, die ihm Frische und beeindruckende Länge verleiht. Dezent tritt eine elegante Mineralik hinzu, die dem Wein zusätzliche Spannung und Tiefgang gibt.
Ausbau und Herkunft
Il Carnasciale gehört zu den spannendsten Erzeugern der Toscana. Der Il Caberlot wird streng selektioniert und im Barriquefass ausgebaut, was ihm seine feine Würze und die vielschichtige Textur schenkt. Als Toscana IGT verkörpert er die kreative Freiheit dieser renommierten Region und zeigt eindrucksvoll, welche Klasse aus den Hügellagen dieser Landschaft entstehen kann.
Reifepotential und Trinkgenuss
Mit einem Alkoholgehalt von 13,5 Volumenprozent präsentiert sich der 2014er Il Caberlot ausgewogen und tiefgründig. In der Magnumflasche reift er besonders langsam und entwickelt zusätzliche Komplexität. Die empfohlene Trinktemperatur liegt zwischen 14 und 18 Grad Celsius, wodurch sich die Aromen und die feine Struktur ideal entfalten. Jetzt bereits mit grosser Freude zu geniessen, wird er sich bis mindestens 2034 weiter verfeinern.
Speisenempfehlungen und Anlass
Dieser Rotwein ist ein idealer Begleiter zu geschmortem Rindfleisch, Lamm, Wildgerichten oder edlen Pasta und Pilzvariationen. Auch zu gereiftem Hartkäse spielt er seine Klasse voll aus. In der Magnumflasche eignet er sich hervorragend für festliche Tafeln, besondere Jubiläen oder als wertvolle Ergänzung einer anspruchsvollen Sammlung.
Auszeichnung und Stil
Die Anerkennung durch Antonio Galloni Vinous unterstreicht den hohen Rang dieses Premiumweines. Der 2014 Il Caberlot Magnum verbindet die Tiefe grosser toskanischer Rotweine mit Finesse, Klarheit und beeindruckender Länge. Ein charakterstarkes Gewächs für Kenner, die das Besondere suchen und höchste Ansprüche an Lagerfähigkeit und Ausdruck stellen.
Verkostungsnotiz
Antonio Galloni, Vinous, Januar 2018: „Podere Il Carnasciale's 2014 Il Caberlot is all class. Sophisticated and medium in body in this vintage, it possesses striking aromatic depth and nuance to match its decidedly midweight personality. Layers of bright, red-toned fruit, blood orange and cinnamon add to the wine's decidedly exotic personality. In some vintages, Caberlot is more overt and exuberant, but the 2014 is a cool, reserved wine that needs time in bottle for its inner sweetness to fully emerge. Even at this early stage, though, it is striking.“
Produktinformationen "2014 Il Caberlot MAGNUM"
| Erzeugnis aus: | Italien |
|---|---|
| Region: | Toscana |
| Jahrgang: | 2014 |
| Wein: | Rotwein |
| Rebsorte: | Caberlot |
| Geschmack: | trocken |
| Qualität: | Toscana IGT, Premiumwein |
| Auszeichnungen: | Antonio Galloni Vinous |
| Ausbauart: | Barriquefaß |
| Trinktemperatur in °C: | 14 - 18 |
| Trinkempfehlung: | bis 2034 |
| Alkohol in %: | 13.5 |
| Verschluß: | Naturkork |
| Allergene: | Enthält Sulfite |
Als die Podere Il Carnasciale im Jahr 1972 von Bettina und Wolf Rogosky gekauft wurde, gab es weder Strom noch Wasser. Bis das Weingut an die Versorgungsleitungen angeschlossen werden konnte, wechselte nicht nur viel Geld das Konto, sondern es sollte auch Jahre dauern, bis diese Arbeiten erledigt waren.
Das Weingut liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Florenz beim Weiler Mercatale Valdorno im Herzen der DOC Chianti. Arezzo und Siena sind 40 bzw. 30 Kilometer entfernt. Weinbau gibt es in der sanft gewellten Landschaft seit Urzeiten, bereits in der Antike wurde hier intensiv Landwirtschaft betrieben.
Bitte beachten Sie auch die Auswahl an reiferen Jahrgängen in unserem Raritätenshop.
Im Jahr 1986 gab es die Genehmigung, Reben zu pflanzen und die ersten jungen Reben Caberlot bezogen ihr Quartier auf Carniscale, 3200 Stück auf 0,3 Hektar. Die jungen Reben wurden mühsam von Hand bewässert und stehen seitdem auf einem Untergrund aus Kalkstein und Ton, aufliegend auf massivem Sandstein in südöstlicher Ausrichtung.
Nach längerer Pause gab es im Jahr 1999 und 2004 mit den Parzellen Selva und Vincaïe zwei neue Weinberge. Die 0,8 Hektar große Parzelle Selva hat Lößböden, im Vincaïe (1 Hektar) gibt es Muschelkalk, gemischt mit Sand und Ton. Ebenso in der 2011 angelegten Parzelle Perelli, die 0,9 Hektar Reben sind ebenfalls nach Südwesten ausgerichtet.
Die 1,5 Hektar große Parzelle Le Volpaie wurde im Jahr 2013 neu gesetzt, hier stehen die Reben auf Lößböden in nordöstlicher Richtung.
Diese fünf Climats wurden ausschließlich mit Caberlot bepflanzt, dies sehr dicht mit bis zu 10000 Stöcken je Hektar. Etwa 2010 wurde eine kleine Fläche mit Sangiovese neu bepflanzt.
Die Rebsorte Caberlot entdeckte Anfang der sechziger Jahre der Agronom Remigio Bordini in einem alten Weinberg in der Nähe von Padua, die Rebsorte ist sehr wahrscheinlich eine natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc mit Merlot.
Versuche, die Rebsorte neu zu kreuzen, schlugen bis heute fehl. Wolf Rogosky kaufte alle verfügbaren Setzlinge unter der Bedingung, daß nur die Podere Il Carnasciale den Caberlot anbauen dürfe. Die Rogoskys hatten die Idee, daraus einen Wein von einzigartigem Charakter zu produzieren und ihn ausschließlich in Magnumflaschen abzufüllen.
Der Erste Jahrgang war 1988, 300 Magnumflaschen konnten gefüllt werden. Die Maische wurde seinerzeit mit den Füssen getreten, es gab nur wenig technisches Gerät. Das Etikett ist bewußt schlicht gehalten, ein schwarzes Kreuz vor farbigem Untergrund, je dichter der Wein, desto dicker der Strich. Der farbige Hintergrund ist in jedem Jahrgang anders.
Das nicht nur auf den ersten Blick gemächliche Tempo bei der Entwicklung des Weingutes hat einen einfachen Grund. Es war in den ersten Jahren ab Kauf nicht der Lebensmittelpunkt der Familie. Wolf Rogosky war Creative Director einer Werbefirma („Ich trinke Jägermeister, weil…“), die Familie lebte in New York und Paris, bevor sie in der Toskana Wurzeln schlug.
1996 starb Wolf Rogosky und Bettina übernahm die alleinige Verantwortung. Zufällig lernte sie Peter Schilling kennen, der begnadete Önologe und Kellermeister kennt die besten Weingüter weltweit und nach einer Probe des Il Caberlot erkannte er sofort das große Potential des Weingutes. Er setzte sich für ein kontinuierliche Steigerung der Qualität und Vergrößerung der Rebfläche ein, aus 300 Flaschen wurden im Lauf der Jahre 3500 und damit dürfte das Maximum erreicht sein. Mit knapp fünf Hektar Rebfläche ist es ein sehr kleines Weingut, das gut von dem kleinen Team bewirtschaftet werden kann.
Die Podere Il Carnasciale ist ein Familienbetrieb, der von Bettina Rogosky, ihrem Sohn Moritz und dessen Tochter Carla-Elle geleitet wird. Der junge Önologen Marco Maffei geht Peter Schilling zur Hand, der Kellermeister des kleinen, feinen Betriebes und springt überall ein, wo es notwendig ist.
Vom Caberlot werden jährlich etwa 3500 Magnumflaschen gefüllt, einige wenige 750 ml Flaschen sowie etwa 8000 Flaschen Carnasciale. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es noch den Ottantadue, einen sortenreiner Rotwein aus 100% Sangiovese.
Auf Il Carnasciale wird sehr viel von Hand gearbeitet, dies betont sorgfältig, detailversessen und präzise. Alle Arbeiten im Weinberg entsprechen denen der ökologischen Landwirtschaft, die Böden werden nur minimal bearbeitet.
Die Lese beginnt bei optimaler phenolischer Reife der Trauben, selbstverständlich von Hand. Bereits hier wird sorgfältig ausgewählt, was nicht schmeckt, kommt nicht in die Kelter. Die Erträge bleiben unter 25 Hektoliter pro Hektar, angesichts der Pflanzdichte ist dies sehr wenig. Die Trauben werden stets vollständig entrappt, die Maische vergärt in kleinen Edelstahlcuven bei maximal 28°C. Zweimal am Tag wird der Tresterhut sanft von Hand untergetaucht.
Im Keller wird, wie im Weinberg, so wenig wie möglich eingegriffen. Durch die minimal invasive Önologie kommt die Charakteristik der verschiedenen Weinberge, Böden und Jahrgänge besonders gut zu Geltung. Nach Abschluß der Gärung und der malolaktischen Fermentation im Faß folgt der 18-monatige Ausbau in Barriques aus französischer Eiche, je nach Jahrgang werden 60% bis 80% der Fässer erneuert.
Jedes Faß wird blind verkostet, danach folgt die Entscheidung ob der Wein für den Il Caberlot oder den Carnasciale verwendet wird.
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